Film Quelle: BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.
"Effizient heizen"
TIPP 1: Heizkörper regeln
Thermostatventile an Heizkörpern sorgen in jedem Raum für die ideale Temperatur und sparen rund 15 Prozent Heizkosten gegenüber Radiatoren ohne Thermostat. Elektronische Thermostatventile lassen sich - für jeden Raum einzeln und je nach persönlichem Wärmebedürfnis - auf individuelle Heizzeiten programmieren. Ersparnis: weitere 13 Prozent Heizkosten.
TIPP 2: Heizung nachts herunterfahren
Nachts braucht es im Wohnzimmer jedoch nicht so warm zu sein. Die Raumtemperatur nicht mehr als drei Grad senken, sonst wird das Aufheizen am nächsten Tag teuer.
TIPP 3: Wärme befreien
Wenn Heizkörper hinter Vorhängen oder Möbeln versteckt sind, wird es hinter dem Vorhang zwar mollig warm, aber weil dadurch das Thermostatventil die Wärmezufuhr abstellt, bleibt der Rest des Raumes kühl. Die Folge: Die Bewohner drehen den Regler auf. Lieber Heizkörper freiräumen, Vorhänge öffnen, Möbel wegrücken, Heizkörperverkleidung abnehmen.
TIPP 4: Räume warm halten
Ungenutzte Räume und das Schlafzimmer tagsüber auf 16 bis 18 Grad heizen. Sonst kondensiert Feuchtigkeit an kalten Wänden: Schimmel droht! Türen von beheizten Räumen geschlossen halten.
TIPP 5: Check der Heizung
Wer seine Heizung jährlich warten lässt, spart bis zu fünf Prozent Heizkosten. Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass sich die Wärme gleichmäßig in den Heizkörpern verteilt.
TIPP 6: Querlüften
Zum gesunden, warmen Raumklima zu Hause gehört auch richtiges Lüften. Pro Tag verdunsten in einem Vier-Personen-Haushalt bis zu zehn Liter Wasser. Der Dampf muss raus, sonst entsteht Schimmel. Zudem erwärmt sich trockene Luft schneller. Deshalb regelmäßig die Raumluft austauschen. Alle zwei Stunden für fünf Minuten querlüften: Dazu gegenüberligende Fenster und Türen ganz öffnen und Heizkörper abdrehen.
TIPP 7: Stoßlüften
Halten Sie Türen zu Küche und Bad geschlossen und lassen Sie den Dampf gleich raus, der beim Kochen und Duschen entsteht.
TIPP 8: Fenster zum Lüften nicht kippen
Bei gekippten Fensterflügeln dauert der Luftaustausch 30 bis 75 Minuten. In dieser Zeit kühlt die Wand rund um das Fenster stark aus und der Dampf kondensiert: Es droht Schimmelpilz!
TIPP 9: Automatisch lüften
Ist es in der Wohnung feucht, Einzellüfter an die Wand oder eine zentrale Lüftung einbauen. Die recyceln sogar die Energie, die in der Abluft steckt.
TIPP 10: Feuchtigkeit kontrollieren
Ein Hygrometer zeigt den Wasserdampfgehalt der Luft an: Zwischen 50 und 55 Prozent Luftfeuchtigkeit sind im Winter ideal, 60 bis 65 Prozent im Herbst und Frühjahr. Hygrometer gibt es ab circa acht Euro.
TIPP 11: Luftfeuchtigkeit korrigieren
An extrem kalten, trockenen Wintertagen kann die Raumluft auch zu trocken werden. Dann eine breite Keramikschale mit Wasser aufstellen.
TIPP 12: Luken dicht
Fenster- oder Rollläden abends schließen, das hält die Wärme im Haus.
TIPP 13: Rollladen-Kästen dämmen
Im Altbau hält in Rollladen-Gehäusen nur eine dünne Spanplatte die Kälte ab. Mit preiswerten Systemen lassen sich die Kästen nachträglich dämmen.
TIPP 14: Fensterritzen abdichten
Bei alten Fenstern klaffen oft Fugen zwischen Flügeln und Rahmen. Schnelle Abhilfe schaffen selbstklebende Gummiprofile. Besser: im Frühjahr Fenster austauschen.
TIPP 15: Teppich auslegen
Der Mensch empfindet die Temperaturen in Räumen mit Teppichboden um zwei Grad wärmer als mit Belägen aus Stein oder Fliesen. Langfristig über den Einbau einer Fußbodenheizung nachdenken.
TIPP 16: Wärmebrücken vermeiden
Bei Heizkörpernischen ist das Mauerwerk dünn und der Wärmeschutz gering. Erste Hilfe: Dämmmatten aus dem Baumarkt einsetzen, diese reduzieren die Wärmeverluste um vier Prozent. Auf längere Sicht die Nischen von innen dämmen.
TIPP 17: Speicherboden dämmern
Wird der Speicher nicht geheizt, muss die oberste Geschossdecke gedämmt sein. Verlegen Sie zehn Zentimeter dicht Polyurethan-Platten lückenlos bis an die Dachkonstruktion und den Schornstein, Soll der Dachboden begehbar sein, Spanplatten als Bodenbelag darüber befestigen.
TIPP 18: Kellerdecke dämmen
Auch die Decke eines unbeheizten Kellers muss gedämmt sein, zum Beispiel mit sechs Zentimeter starken Polystyrolplatten. Sorgt im Erdgeschoss für warme Füße, spart bis zu acht Prozent Heizkosten.
TIPP 19: Heizungsrohre ummanteln
Ziehen Sie Dämmstoff-Schläuche aus Schaumstoff über die Heizungsrohre. Kostet weniger, spart ebenfalls bis zu acht Prozent Heizkosten.
TIPP 20: Schlupfloch schließen
2.900 Kilowattstunden Wärme pro Jahr gelangen durch das Rohr der Dunstabzugshaube ins Freie. Bauen Sie einen gedämmten Mauerkasten ein, der nur öffnet, wenn der Dunstabzug arbeitet.