Liquified Natural Gas (LNG)
Unter LNG versteht man flüssiges Erdgas. LNG entsteht durch die Tiefkühlung von Erdgas auf minus 162 Grad Celsius. Dabei reduziert sich das Flüssigkeitsvolumen auf rund 1/600stel des ursprünglichen Gasvolumens.
Liquified Petroleum Gas (LPG)
Zu diesen Flüssiggasen zählen Propan und Butan sowie Gemische der beiden Gase. Diese Gase fallen zum einen bei der Erdöl- und Erdgasgewinnung und zum anderen in Raffinerien als Nebenprodukte an. LPG wird im flüssigen Zustand gelagert und transportiert.
Marktanteile
In Deutschland hat Erdgas einen Anteil am Primärenergieverbrauch in Höhe von 21 Prozent und ist damit zweiter Eckpfeiler der Energieversorgung in Deutschland. Öl liegt bei etwa 40 Prozent, Steinkohle bei 14 Prozent. Im Bereich Wohnungsbeheizung ist Erdgas mit über 40 Prozent sogar die Nummer Eins, es findet aber auch bei der Erzeugung von Produktionswärme in Gewerbe- und Industriebetrieben zunehmend Verwendung. Im Jahre 1996 wurden in Deutschland rund 972 Mrd. kWh Erdgas verbraucht. Das entspricht rund 108 Mio. t SKE oder rund 99,5 Mrd. m3 Erdgas.
Odorierung
Erdgas ist von Natur aus geruchsneutral. Deshalb wird ihm ein penetranter Duftstoff beigemischt, der dafür sorgt, dass selbst Laien den Geruch bei sehr geringer Konzentration wahrnehmen.
Offshore-Förderung
Dieser Begriff bezeichnet die Erdgasgewinnung aus Lagerstätten unter dem Meeresgrund.
Onshore-Förderung
So nennt man die Erdgasgewinnung an Land.
Primärenergie
Hiermit bezeichnet man den Energieinhalt von natürlichen Energieträgern, die weder umgewandelt, noch aufbereitet werden. Zu diesen Energieträgern gehören Erdgas, Mineralöl, Steinkohle, Braunkohle, Torf oder Holz. Aber auch Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft sowie Kernenergie sind Primärenergien.
Sekundärenergie
Dieser Begriff beschreibt den Energiegehalt von Energieträgern, die auf der Umwandlung von Primärenergieträgern oder aus anderen Energieträgern gewonnen wurden. Hierzu gehören beispielweise Strom, Schwer- und Leichtöl sowie Kokereigas.
Sicherheitskontrolle
Je nachdem, wie hoch der Gasdruck in der Rohrleitung ist, wird das gesamte Gasnetz alle ein bis zwei Jahre systematisch mit elektronischen Geräten überprüft. Weil der Hauptbestandteil des Gases, das Methan, weniger wiegt als Luft, steigt es nach oben. Sollte es zu Entweichungen kommen, wird dies sofort von Messsonden registriert. Sie reagieren auf geringste Gasmengen - selbst wenn das Mischungsverhältnis zur Luft eins zu einer Million beträgt.
Steinkohleeinheiten (SKE)
Dieser Vergleichswert dient als Grundlage zur Bemessung von Energiemengen und Vorräten. Die Berechnungsbasis bildet die Steinkohle mit einem Heizwert von 8,14 kWh/kg, somit entspricht ein Kilogramm SKE genau 8,14 kWh. Bei einem Heizwert des Erdgases von 10 kWh/m3 ergibt sich, dass etwa 814 m3 Erdgas einer Tonne SKE entsprechen.
Zündsicherung
Die Zündsicherung der Gasgeräte verhindert, dass Gas ausströmt, wenn die Flamme erlischt. Ist die Sicherung selbst defekt, lässt sich das Gerät gar nicht in Betrieb nehmen. Heizkessel und Warmwasserbereiter sind zusätzlich mit einer Abgasüberwachungseinrichtung ausgestattet. Sollte Abgas in den Raum austreten, schaltet sich das Gerät automatisch ab.